Aus der Sicht einer PDL.

Hallo an alle Krankenschwester / Krankenpfleger, Altenpflegerinnen / Altenpfleger usw…
aus den stationären / teilstationären Bereichen. Nun habe ich auf dieser recht interessanten Seite eine paar Beiträge gelesen und ich finde das einige hier mit ihrer Meinungsäußerung sehr mutig sind. Hiervor ziehe ich den Hut, denn es wird immer noch sehr sehr viel verschwiegen was in der Pflege abgeht.
Mir ist aber auch aufgefallen, dass öfters mal über die Leitungskräfte geschimpft wird. Ich muss euch sagen, dass ihr das alle zu Recht macht. Da ich selbst seit einigen Jahren in der Funktion der PDL bin, fragt sich wahrscheinlich der ein oder andere warum ich den Gedanke von vielen Teile.
Wie ich zu meiner Aussage komme, möchte ich gerne näher erläutern. Wie ich oben ja schon erwähnt habe, bin ich als PDL tätig. Was ich in 7 Jahren bis jetzt erlebt habe, da könnte manch einer ein Buch von schreiben. Es war aber nicht alles schlecht.
Ich finde wir sind mittlerweile an einem Punkt in der Pflege angekommen, wo man sich wirklich fragen muss, macht es überhaupt noch Sinn in der Pflege zu arbeiten. Überstunden ohne Ende, ständiges anrufen im Frei weil sich immer wieder dieselben Kollegen krank melden. Fachkraftmangel ohne Ende. Alles wird auf dem Rücken derjenigen ausgetragen die loyal zum Betrieb stehen oder nicht nein sagen können. Auch ich war sehr lange so ein Mensch. Selber schuld denken jetzt viele, aber ich habe es nicht für Kollegen gemacht sondern für den Menschen der Hilfe braucht. Auch wir werden mal alt, aber wer weiß wie es bis dahin aussieht. Ich habe als PDL sehr oft in der Pflege gearbeitet, bin für Menschen eingesprungen die schlicht weg kein Bock hatten zu arbeiten und immer schön Krank gemacht haben. Ich erwähne dies, weil es auch PDL,s gibt die sich nicht nur den Arsch im Büro platt sitzen und um 16:30 Uhr Feierabend machen. Den Dank dafür habe ich bis heute noch zu bekommen, stattdessen wird dir nach 7 Jahren gesagt: „Tut mir leid, aber ich werde in Zukunft nicht mehr mit ihnen als PDL planen“. Den Grund weiß ich bis heute nicht, auch nach mehrmaligem Fragen. Also packte ich Koffer und war weg. Mit im Gepäck 544 Überstunden, 52 Tage Urlaub.
So viel zum Thema „Freizeit und Pflege“
Ich schaue mir jetzt schon lange das ganze Treiben rund um die Pflege an und stelle jeden Tag mit Erschrecken fest, dass es immer schlimmer wird. Die Anforderungen an die Pflegekräfte und auch selbst an die PDL werden immer höher. Transparenzkriterien hier, Transparenzkriterien da. Wir müssen uns doch nicht wundern, dass die Verweildauer der Pflegekräfte mittlerweile bei unter fünf Jahren liegt. Stress, Depressionen, wenig Freizeit etc. Modekrankheit „Burnout“ hält Einzug. Trotzdem wird von Einrichtungsleitungen, Geschäftsführern und wie sie alle heißen weiter Druck ausgeübt, dass ja alle Dokumente richtig und lückenlos ausgefüllt sind. Klar, alles Anforderungen von MDK, Heimaufsicht, Gesundheitsamt. Hauptsache die Note stimmt. Aber ehrlich gesagt was bedeutet schon die Note, hat ja eh jeder eine 1,….. Ich frage mich nur wie es sein kann, dass die bundesweiten Befragungen der Bewohner alle bei 1,0 liegen.
Ich habe noch nie was von diesem Notensystem gehalten.
Wir sind ja mittlerweile schon so weit, das Pflegehelfer die Behandlungspflege durchführen.
Das schlimme an dieser Sache ist, dass es hier Einrichtungsleitungen gibt, die das auch noch absegnen. Dies sorgt bei mir für absolutes Unverständnis und macht mich auch wirklich wütend. Leider stößt selbst als PDL an seine Grenzen, wenn hier den Mund aufmacht. Dann bekommt man Frechheiten obendrauf gemacht.
Ebenso finde ich absolut Fragwürdig, dass Einrichtungsleitungen es in keinster Weise für nötig befinden, sich mal die Mitarbeiter zur Brust zu nehmen die ständig Krank sind. Es ungerecht und eine Schweinerei das andere (gute) Mitarbeiter für Lappalien ständig den Arsch aufgerissen bekommen und die, die wirklich Dreck am Stecken haben immer davon kommen. Hier heißt es nur „ja was wollen sie denn machen, kündigen können wir nicht, die gehen vors Arbeitsgericht“. Und wieder wird alles schon auf dem Rücken der anderen ausgetragen. Traurig.
Wer gibt denn einem das Recht einen Mitarbeiter 14 Tage und länger am Stück arbeiten zu lassen. Wer gibt einem das Recht über seine Freizeit zu verfügen. Wer gibt einem das Recht zu sagen: „Du musst arbeiten kommen“ anstatt mal zu Fragen ob er überhaupt kann. Wer gibt einem das Recht jemanden aus seinem Erholungsurlaub zu rufen weil de MDK auf der Matte steht. Alles Dinge die täglich passieren.

Wer heute noch sagt wir haben einen Krisen- und Zukunftssicheren Job, der hat auf der einen Seite vielleicht recht, aber auf der anderen Seite muss es auch Menschen geben, die bereit sind in der Pflege zu arbeiten. Was nutzt es denn wenn die Altenpflegeschulen überfüllt sind, Auszubildende aber schon während ihrer Ausbildung total verheizt werden. Sprich keine Praxisanleitung, volle Verplanung in der Pflege ohne dass sie was gezeigt bekommen.
Ich bin ganz ehrlich. Vor ein paar Jahren habe ich noch gedacht „Mensch es gibt aber Mitarbeiter die stellen sich an“. Im Laufe der Zeit und nach vielen Mitarbeitergesprächen habe ich gemerkt wie schlecht es manchen Kollegen wirklich geht. Ich habe mich immer gefragt wie es sein kann, dass es noch Mitarbeiter gibt die lächelnd zur Arbeit kommen obwohl sie ständig für andere einspringen.
Da ich selber weiß wie es ist in der Pflege zu arbeiten, trotzdem ziehe ich den Hut vor euch allen. Ich weiß welche Arbeit ihr täglich leistet. Ich habe mich stets versucht für Mitarbeiter einzusetzen. Aussagen wie „Überbesetzung“ und „Stellenschlüssel“ machten mir aber immer ein Strich durch die Rechnung.

Ich persönlich bin an einem Punkt angelangt, wo ich für mich sage „Macht es überhaupt noch Sinn als PDL zu arbeiten“ da man einfach gewisse Dinge nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren.
Ich wünsche allen viel Erfolg und lasst euch nicht verarschen, denn das hat keiner verdient.

obecalP

14 Gedanken zu „Aus der Sicht einer PDL.

  1. Guy Hofmann

    Vielen Dank liebe PDL
    für deinen offenherzigen Bericht. Die Fronten und die Schichten bröckeln und zurück bleiben frustrierte, entmutigte, manchmal einfach nur ausgebrannte Menschen. Einfach Menschen.
    Schlimm, wenn man entlassen wird und für die persönliche „Evaluation“, das eigene Lernen nicht mal den Grund erfährt. (Überstunden und Resturlaub auf Heller und Pfennig auszahlen lassen!)
    Auch nach dem zweiten Burn-Out und jetzt ausgesteuert bleibe ich bei meiner Meinung: Pflege ist ein schöner Beruf. Mangels positivem Vorbild wird keine meiner fünf Töchter in die Pflege gehen. Ich kann es auch nicht mehr empfehlen.
    Es wird allerhöchste Zeit, dass die Pflegenden – angestellte und entlassene, noch-fitte oder ausgebrannte – ALLE an Pflege Interessierten, sich für eine bessere Pflege einsetzen.
    Unabhängig ob bei Pflege am Boden, in der Gewerkschaft und/oder einem Berufsverband oder einer der anderen über 20 Initiativen. Und wenn die Organisationen nicht die richtige Politik machen, ihnen auch Beine machen. – Es liegt nach wie vor an uns Pflegenden, das in die Hand zu nehmen.
    Also vielen Dank liebe PDL. Ich hoffe noch von anderen PDL-en zu lesen.

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  2. lisa

    Prinzipiell bin ich voll bei dir. Aber warum gehst du davon aus dass diese Mitarbeiter „krank feiern“? Woher weißt du das? Mich macht das grad ziemlich wütend. damit wird ja nur wieder bestärkt, dass man auch krank zur Arbeit kommt. Ich selbst gehöre zu den Mitarbeitern die oft „krank machen“ wie du es nennst. Allerdings fehle ich nicht weil ich „krank feierte“ sondern, weil ich wegen mehreren chronischen psychischen Erkrankungen es einfach nicht schaffe 14 Tage zu arbeiten. „Krank feiern“ nennt du es. Weil du wahrscheinlich wie viele nicht versteht, dass solche Menschen an diesen tagen wirklich nicht ARBEITEN KÖNNEN. Ich habe auch ein schlechtes gewissen meinen Kollegen gegenüber. Aber warum soll ich mich deswegen noch kaputter machen?
    Dank meinem schwerbehindertenausweis muss ich nun keine spät-früh-wechsel mehr machen und nur noch max. 7 tage am Stück arbeiten. „Ist das auch unfair? Immerhin tue ich alles, um überhaupt weiter arbeiten zu können.
    Ich finde es schade, dass so ein Ausweis nötig ist, damit man keine 14 Tage am Stück arbeiten muss!

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    1. obecalP

      Ich möchte niemanden persönlich angreifen um das hier mal klar zu stellen. Dennoch bin ich über deine Antwort etwas ertaunt. Aufgrund meiner Erfahrung die ich gesammelt habe, kann ich sehr gut differenzieren wer krank feiert und wer wirklich krank ist bzw. verstehe ich sehr wohl wer arbeiten kann und wer nicht. (auch dank meiner Abschlußarbeit über „betriebliches Fehlzeitenmanagement“). Oder wie nennst du es wenn jemand alle 2-3 Wochen für 3-4 Tage Krank ist und dann wieder arbeiten kommt als wäre nichts gewesen. Und davon gibt es genug.
      Ich weis nicht wie deine chronisch psychischen Erkrankungen enstanden sind, es geht mich auch nichts an und ehrlich gesagt möchte ich es auch nicht wissen, dennoch finde ich es etwas fragwürdig mit solch einer Erkrankung in einem Beruf zu arbeiten der psychische Erkrankungen noch verstärkt, hier habe ich dann kein Verständnis für. Sorry.
      Es tut mir leid wenn du dich durch meinen Bericht persönlich angegriffen fühlst, es geht aber viel mehr darum das alles zu Lasten der Mitarbeiter und auch der Bewohner geht und hier gehören auch die die „krank feiern“ leider mal dazu weil es auf unserem Rücken ausgetragen wird. Aber nicht jeder muss ja meiner Meinung sein.

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    2. cris18282

      Sorry ich kann dich und deine Situation gut verstehen aber wegen Krankmeldungen bin ich oft zu 2. für 30 Bewohnen durch die Station gerannt um Medis, Essen, Behandlungspflege usw. zu schaffen. Denkst du nicht ich werde auch irgendwann chronisch krank?

      Der PDL meint die meisten Krankmeldungen bestimmt und es ist auch wahr.

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  3. Lisa Pinter

    Für mich hat sich das halt so gelesen, dass du auf dem „krank feiern“ seehr rumreitest.
    Warum sollte man mit einer psychischen Erkrankung nicht in der Pflege arbeiten können? Wenns danach ginge, könnten wir einen Großteil der Stationen schließen.
    Klar bin ich dadurch eingeschränkt. Aber das ist eine Pflegekraft mit Diabetes auch. Trotzdem würdest du das wahrscheinlich eher nicht in Frage stellen. Aber auch mit psychischen Erkrankungen kann (und muss) man leben und arbeiten. So wie der Diabetes-Kranke sein Insulin braucht, nehme ich halt zur Unterstützung meine Psychopharmaka. Ich habe das Glück nur sehr wenige, nicht gravierende Nebenwirkungen zu haben. Ich kann die allermeiste Zeit über genauso gute Arbeit leisten, wie meine Klassenkameraden.
    Ich mache meine Arbeit sehr gerne und laut Notenschnitt und Rückmeldungen scheinbar auch nicht all zu schlecht. Meine Schule weiß von den Erkrankungen, trotzdem stehen die hinter mir.
    Ein Schwerbehindertenausweis soll ja eben diesen „Mehraufwand“ den ich aufbringen muss, gegenüber Gesunden, ausgleichen.
    Ich bin Anfang 20 und kann (und will) schließlich nicht mein Leben lang zu Hause Däumchen drehen. Ich sehe diesen Beruf als eine Herausforderung, eine Motivation mit meinen Erkrankungen so gut umgehen zu lernen, dass sie mich im Alltag und auf der Arbeit möglichst wenig einschränken.

    Natürlich stoße ich nicht immer auf positiv gesinnte Kollegen, aber das Problem hätte ich in jedem anderen Beruf auch. Einige finden es auch „unfair“ dass ich keine Spät-Früh-Wechsel machen muss und nach spätestens 7 Tagen am Stück frei habe.
    Aber da sage ich dann: „Ich trete diese Vorteile liebend gern an dich ab, wenn du im Gegenzug mir die Erkrankungen abnimmst.“

    So das war jetzt viel persönliches. Aber ich fühle mich halt immer ein wenig mit Füßen getreten wenn ich sowas hier lesen muss : „dennoch finde ich es etwas fragwürdig mit solch einer Erkrankung in einem Beruf zu arbeiten der psychische Erkrankungen noch verstärkt, hier habe ich dann kein Verständnis für.“

    Damit scherst du alle über einen Kamm, obwohl du überhaupt nicht weißt wie der einzelne damit umgeht. Bei meinem letzten Klinikaufenthalt hab ich unter den Pat 2 Krankenschwestern getroffen. Die waren also auch psychisch krank und konnten ihren Job damit sehr gut vereinbaren, und das schon seit 30 Jahren.

    Wie gesagt, prinzipiell bin ich voll bei dir, dass in diesem System hier irgendetwas ganz gewaltig schief läuft. Aber ich glaube nicht, dass das „krank feiern“ (mich wundert auch dass das bei euch so häufig vorkommt. Hatte ich bis jetzt glaub ich auf einer Station eine Kollegin…)
    die Ursache ist, sondern eher ein Symptom dieses kranken Systems. Eine Art Trotzreaktion. Die Leute arbeiten teilweise unter richtig miesen Bedingungen (wenig Personal, keine Fachkräfte, zu wenig Material, Schichten, geringem Lohn). Und können sich nicht wirklich wehren. Was bleibt denn da noch als Protest außer „krank machen“? Das ist das einzige mit dem man zeigen kann, dass man sich dem System nicht hingibt und dass man sich nicht für andere aufopfert.
    „Krank machen“ ist nicht gut, aber ich denke man muss eher die Ursache des Problems beheben anstatt immer nur über die Symptome zu schimpfen.

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    1. Sams

      Immer dieses gejammere, jeder hat sein Päckchen zu tragen mit oder ohne Diagnose.
      Ich kann nur den Kopf schütteln.

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  4. lisa

    Ich möchte noch was dazu sagen. Warum ist es denn eigentlich so, dass ständig jemand krank ist? Ist das Volt weil der personal Schlüssel so knapp besetzt ist, dass man Monate mit vielen Feiertagen erst gar nicht regulär besetzen kann? D.h. die Leute machen Überstunden. Werden aufgrund der hohen Belastung krank. Dafür ist kein personalpuffer da. Die übrigen machen überstunden . und können irgendwann nicht mehr. Sie werden krank. Usw. So schließt sich der Kreis…

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  5. Ella

    Ich bin Krankenschwester 51 Jahre arbeite seit 30 Jahren Vollzeit. Ich empfinde die häufig kranken Kollegen in Vollzeit auch als Zumutung. ICH bade es dann aus. ICH muss dauern für die einspringen weil sie ja nicht können. ICH verzichte auf meine Freizeit.
    Die nehmen eine Vollzeitstelle an im vollen Bewusstsein, dass sie die überhaupt nicht leisten können. Lassen sich dafür auch voll bezahlen und sind die halbe Zeit nicht da. Zuverlässige Planung wird durch die nicht belastbaren Kollegen unmöglich. Eine realistische Selbsteischätzung wäre hier von Nöten. Gesteht euch ein, dass ihr nur die Kraft für eine Teilzeitstelle habt, dann ist dem ganzen System zugunsten der Pflegefälle und auch den Kollegen schon ein kleines bisschen geholfen. Krankheitstage reduzieren sich. Da jeder von vornherein nur soviel arbeitet wie er auch leisten kann.

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  6. 112u1u218ohu

    Ja ich selbst bin Krankenpflegeschüller und spüre grenzen. ich bin noch vor 2 Jahren und 1 Jahr FSJ mit Freude in dieser Ausbildung und dem FSJ gegangen. Ich selbst zähle Leider nur zu den den mittelmäßigen er Schüllern und merke jetzt im dritten Jahr eine dermassen Überforderung im Pflegealtag. Also sacke leider in der Praxisnote ab. Obwohl ich Freude an diesem Beruf habe. Ich helfe mit herz Menschen. Ich stehe nun vor der entscheidung komplett abzubrechen oder die 1 Jährige wenigstens zu machen. Wohl eher wenigstens die Einjährige. Wahr nieh Krank und wen nur wo ich wirklich im Bett lag . Ich find es traurig.Das ich überhaupt vor dieser Situation stehe. Und jetzt heißt es 1 Jährige währen nichts Wert.Das Niveau steigt immer mehr und hinterher sieht es so aus das einjährige die Hauptpflege machen. Sorry aber sowie ich jetzt dies auch gelessen habe, Finde ich Traurig das selbst PDL’s so schreiben müssen… Warum habe ich überhaupt 3 Jahre geopfert…kann zwar abrechen… aber wie sieht das bitte aus… und mein Beruflicher Lebenstraum wird zeplatzen…

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    1. Heinz

      Du kannst in gewisser Weise froh sein, dass Du die Überforderung schon in der Ausbildung bemerkst und nicht erst dann, wenn Du wirklich im Beruf arbeitest und dann eventuell nicht mehr in der Lage bist, den Beruf überhaupt auszuüben. Dann würde es nämlich ganz prekär aussehen, wenn Du auf dem Arbeitsamt landest und dort als quasi „ungelernt“ gehandelt wirst.
      Du kannst durchaus noch andere berufliche Wege gehen, die vielleicht besser zu Dir passen als die Krankenpflege. Mach Dir da keine Sorgen. „Geopfert“ hast Du gar nichts! Du hast einen Versuch gestartet, der nicht zum Erfolg geführt hat. Das passiert im Leben und aus solchen Dingen lernt man. Lass Dir nicht einreden, Du wärst jetzt „gescheitert“ oder ähnlichen Käse! Es stehen Dir noch viele andere Wege offen, auf denen Du mit Menschen zu tun haben kannst, wenn Dir das so sehr liegt.

      Kopf hoch und beste Grüße!

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  7. Hanes

    Über was wird hir Diskutiert. Schon mal etwas von psychichen Erkrankungen aufgrund Übelastung im Beruffeld gehört. Mahl ehrlich was tag für Tage in diesem Beruf geschieht und passiert, geht selbst bei Menschen mit den Besten Nerven auf die Psyche. Auch gegenseitiges Mobbing in Kliniken bei Mitarbeitern, macht diesen Zustand noch schlimmer. Meiner meinung, haben solche Menschen dort nichts zu suchen… Und auch Hirarchie denken hatt da nichts zu suchen, find ich.Un mal ganz ehrlich. Es ist wohl jetzt nicht euer ernst (egal wie lang Ihr schon in diesem Beruf Arbeitet) kans auch gar nicht Glauben das sie schon 30 Jahr Volzeit arbeiten und überhaupt so alt sind und dan Solche Komentare schreiben.. dan soll man halt Teilzeit Arbeiten… Mit welchem Pflegekollegen hatt man da bitte zu tun… Das kann sich nur einer Leisten der noch Nebenher Verdienst hatt, oder einen Mann der Gut Verdient. Und was ist mit Männlichen Pflegern oder Frauen die Alleinerzeihend sind. Diese ganze scheindebatte über Kollegen die ständig Krank sind. Ja die gibt es. Aber es ist auch eine frage des Anstandes, wirklich auch Krank zu sein wen man das ist…. In wirklichkeit erlebe ich manch Kollegen Kolleginen die meiner Meinung sich unter aller Sau sich benemen gegenüber Patienten und Pflegekolegen … aber wen man die in die Schranken weist … heißt es gleich man kann sich Selbst nicht benemen…… Das haben wir jetzt von der wachsenden Ökonomiesierung des Gesunheitsbereiches……… Aber soweit denken wer kann das schon. Warum müssen wir unseren schon schwer genugen Beruf, nocht schwerer machen?

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  8. Strubbel

    Hallo zusammen,
    Ich arbeite mit Unterbrechungen nun seit 16 Jahren in der PFLEGE und Betreuung und leide phasenweise an Depressionen.
    Vorheriger stationäreren Beruf aufgegeben und jetzt seit einem dreiviertel Jahr ambulant in der Pflege auf Teilzeit..aber zufriedener ,dar ich selbstbestimmter arbeiten kann und etwas mehr Zeit für meine Patienten habe ,was ich im stationären bereich nicht hatte..und dadurch auch noch genug Freizeit habe für mich persönlich was positives zu tun und das ist es ,was vielen Pflegekräften fehlt: dieses nicht mehr mehrken wann es zu viel wird und ewiges einspringen und hier noch was…und da noch was…die Gesundheit bleibt auf der Strecke und so erging es mir so wie vielen von euch….Sport und Entspannung haben mir geholfen wieder ins Gleichgewicht zu kommen ..kann nur empfehlen es zu versuchen denn der Körper braucht einen Ausgleich sonst brennt er aus….lG Strubbel

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  9. Emely

    Ich finde das das arbeiten in der Altenpflege ein Knochenjob ist . Es geht in der Ausbildung schon los. Auszubildende sollen schon teilweise wie die examinierten Fachkräfte arbeiten und ständig einspringen, weil wieder mal ein Mitarbeiter/rin krank ist . Ich kann das schon sehr gut verstehen das aufgrund der Arbeit sich chronische Erkrankungen im Laufe der Zeit entwickeln. Ob es Probleme sind mit dem Bewegungsapparat oder auch psychische . Ich finde das der Auszubildende unter doppelstress steht durch die Schule. Auszubildende sollen Berichte schreiben, für Klausuren lernen, Vorträge vorbereiten , Jahresberichte schreiben und Praxisbesuche praktisch wie auch schriftlich mit Diagnostik, Biographie , Medikamente und pflegeplanung schreiben. Der Auszubildende hat nach der Arbeit nicht mal frei , weil er sich um die Schulsachen kümmern muss. Dazu wird die Ausbildung zur examinierten immer ausführlicher , weil die pflegeforschung ihr theoretisches Wissen noch mit reinbringt und mehr Unterrichtsstoff zustande kommt. Da ist man als Auszubildende dauernd müde, unkonzentriert und überfordert. Und da gibt es Mitarbeiter in den Heimen , die interessiert das nicht das man auchbmsl zu Hause etwas für die Schule machen sollte. Die interessiert es auch nicht wie man seine Prüfungen schaffen soll. Deswegen kann ich sehr gut verstehen , dass viele schon während der Ausbildung abbrechen , weil es nicht auf Dauer so tragbar ist. Im Laufe der drei Jahre Ausbildung brechen über 50 Prozent der Auszubildenden ab. Und das kann ich verstehen . Personalmangel , unzufriedenes Personal , unzufriedene überforderte Auszubildende sind eigentlich in der Politik und auch in den Heimen bekannt . Und das schon seit Jahren . Was man tun kann ist in eine Gewerkschaft einzutreten und das am besten in Zusammenschluss von einer Gruppe von Mitarbeitern . Dann versuchen weitere Kollegen /innen dazu motivieren auch mitzumachen. Die Missstände der Gewerkschaft melden . Die setzt sich dann mit der oder dehnen Leitung auseinander . Wenn die Leitung die Anforderungen der Mitarbeiter nicht berücksichtigt, geht es dann zum streiken. Die Gewerkschaften stellen an dem Tag sogar ein pflegenotdienst und organisieren es. Ich rufe hier zum Mut auf sich in Gruppen zusammen zu finden , in eine Gewerkschaft gemeinsam einzutreten und die Anforderungen bessere Arbeitsbedingungen , mehr Personal , bessere pflegeschlüssel, keine schaukeldienste und mehr Lohn zu kämpfen. Auch wenn man in kirchlichen Einrichtungen arbeitet , hat man auch ein Streikrecht . Denn die Kirchen bekommen ja die Gelder vom Staat . Mir wurde auch von der Gewerkschaft das bestätigt das man streiken darf, auch wenn ich in einer kirchlichen Einrichtung arbeite . Wir pflegenden dürfen uns nicht mehr ducken . Wir müssen auf die Straße . Wenn nicht dann geht das gleiche wie bisher weiter und mit jammern kommen wir nicht weiter. Zusätzlich kommt noch dazu das wir keine gesunde Rente erleben und vorher schon richtig krank gespielt werden und sind dann auf andere Menschen neidisch weil sie gesund sind.

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  10. and-krum

    Ich kann das voll und ganz verstehen. Ich selber habe vor zwei Jahren die Pdl und El Ausbildung beendet und arbeite zurzeit als Pdl .In dem Unternehmen arbeite ich ca. 20 Jahre.
    Ich fühle mich jetzt leer, unverstanden und beräue es von Tag zu Tag mehr in die Pflege gegangen zu sein.

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