Die „Pflege“ ist Weltmeister.. im Jammern!!

Ich kann es nicht mehr hören. Dieses ganze Gejammere und Rumgeheule der Pflege geht mir so was von auf den Sack.
Sämtliche Internet-Foren sind voll davon. Die User überbieten sich förmlich im gemeinsamen Wehklagen. Der EINE überbietet den ANDEREN mit immer noch schlimmeren Erlebnissen aus seinem Pflegealltag.
Flash mob(ber) wälzen sich bei Wind und Wetter in den Fußgängerzonen unsere Städte herum, auch wenn da nur fünf Aktivisten liegen und Gefahr laufen, sich die „Blase zu erkälten“…macht nix, immer weiter so !!
Hallooooo…was soll das bringen?
Es kann keiner in Deutschland sagen, er hätte von der prekären Lage unseres Gesundheitssystems nichts gewusst.
Es ist genug informiert und geklagt worden.
Es wird endlich Zeit zu Handeln!
Es gibt nur einen Weg..
STREIK!
Pflege muss ihre Interessen selbst in die Hand nehmen. Auf Veränderungen durch die Politik zu warten, ist eine Illusion. Die wacht nur auf, wenn die Bevölkerung und die Medien laut aufschreien. Und das werden sie tun, davon bin ich überzeugt, wenn die ersten Häuser bestreikt werden.
Ja, ich höre sie schon..die Kritiker, mit ihren schon 1000fach gehörten Argumenten.
Ja, aber die armen Patienten …die müssen dann wegen uns leiden… wer kümmert sich um sie …das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren…wir haben doch eine Verantwortung zu tragen…das geht doch nicht…und,und, und…
Alles Quatsch!
Die Vergangenheit hat es doch gezeigt. Es gab doch schon Streiks von Pflegepersonal und Ärzten in unseren Krankenhäusern (und es wird sie wieder geben), wenn es um Lohnforderungen ging. Hausärzte haben für ihre Interessen gestreikt. Warum sollte es uns dann nicht möglich sein, für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße zu gehen? Sind wir nur zu doof dazu? Ich hoffe nicht…Man kann die Streiks so organisieren, dass kein Patient auch nur annähernd gefährdet wird. Eine Notfallversorgung ist selbstverständlich sicherzustellen. Nur wir haben es in der Hand, etwas zu verändern, aber dafür müssen auch WIR uns auch „bewegen“ um so endlich aus dem Jammertal herauszutreten. Lasst uns für unsere Rechte aktiv werden. Wer soll es sonst machen, wenn nicht wir?
Organisieren ist das Zauberwort!
Ohne eine starke Organisation im Hintergrund wird es nicht gelingen. Das heißt, tretet in die Gewerkschaft ein (ja, sicher das kostet Geld). Organisiert euch! Macht dann der Gewerkschaft Druck.
Lernt NEIN zu sagen! Lasst euch nicht verheizen und steht endlich auf! Auf dem Boden liegend oder im Internet jammern hat noch nie eine Veränderung gebracht.
WIR ALLEINE HABEN DIE MACHT DAZU !!!!! Aber haben wir auch den Mut, den Willen, die Kraft und das Rückgrat dazu ???

6 Gedanken zu „Die „Pflege“ ist Weltmeister.. im Jammern!!

  1. Sonja Irle

    Sehr gut. Du hast genau die richtigen Worte gefunden. Leider denken nicht alle so wie du. Das kann einen nur traurig machen. Vielleicht wird der ein oder andere jetzt aufgeweckt.

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  2. Peter Ridder

    Ja, da stimme ich dir zu.. Ich war erst neulich auf einem Flashmob, in Bielefeld, wo alle im Regen am Boden lagen. Ich habe gesagt, dass sie sowieso schon auf uns herumtreten, da werde ich doch nicht ah eine so platte, repressive Protestform
    teilnehmen.
    Aber daran beteiligen sich selbst Gewerkschafter.

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  3. mr morbo

    Witzig…. bislang kann man froh sein, wenn man die Leute überhaupt dazu bewegen kann sich vor lauter Scham über das, was sie tun und aushalten auf die Straße zu gehen.
    Was sagen Euch denn die Kollegen, wenn Ihr sie auffordert zu demonstrieren. Mir hat jemand z.B. gesagt, das müsse man so akzeptieren, die Gesellschaft wolle das nicht anders und eine Änderung sei nicht möglich.

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  4. Irgendeine

    Und was macht ihr die ihr nicht mal zu so etwas einfachem wie einem Flashmob zu bewegen seid?? Sagt doch, was macht ihr?

    Ich bin auch noch Schülerin und damit natürlich in einer denkbar schlechten Position. ABER: Nicht mal in unserer kleinen Klassengemeinschaft schaffen wir es, dass
    a) alle Leute überhaupt irgendeine Meinung haben
    b) wir uns nicht nur als „Arschabputzer“ sehen
    c) wir uns einig sind, welche Maßnahmen man ergreifen kann und muss.
    Denn „die armen Patienten“ und „so schlimm ist es jetzt auch wieder nicht, wir sollten froh sein, ein Dach überm Kopf zu haben“.

    Ich könnte regelmäßig ausrasten, wie faul und ignorant die meisten doch sind.

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