Dinge die mir den Tag retten.

Ich habe mich heute mit einem geschätzten ärztlichen Kollegen unterhalten.
Wir trafen uns zufällig, kurz zwischen einer Zigarette und 5 Worten.
‚Kann ich dich nochmal kurz auf das Thema von letzter Woche ansprechen frage ich?‘
‚Dieses welches ich mit: ich hoffe auf eure Diskretion beendet habe?‘
‚Exakt das.‘ Ich flüstere, weil jemand unbekanntes neben uns steht.
Er erzählte letzte Woche in kleiner Runde wie sehr das Gegenteil von dem passiert
wofür er seit 10 Jahren gearbeitet hat:
dass Patienten vor der Op richtig aufgenommen werden, durchgecheckt sind
und nur dann auf dem Op-Tisch langen wenn sie tatsächlich ‚geeignet’* erscheinen.
[*Es überleben können.]
Ein grosser Verdienst in der heutigen Zeit
und scheinbar einer inmitten dem Gedanken an Profit.
Wir unterhalten uns eine Weile und irgendwann kann ich nicht mehr an mir halten.
‚Wir haben da letztens so ein Blogprojekt gegründet.‘
Er schaut mich fragend an.
‚Ein Projekt welches für Pflegende da ist,
eine Plattform für Sorgen, Ängste und Erfahrungen in dieser Zeit.‘

Wir unterhalten uns ehrlich von Arzt zu Schwester. So wie es sein sollte.

Zum Abschied grinst er mich vollster Freude an, ballt 2 Fäuste und sagt:
ihr habt ab heute einen Fan mehr!

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