Nur weil ich einen PC bedienen kann nenne ich mich nicht Informatiker.

Ich komme aus dem Krankenhaus und da gibt es Hierarchien,
doch es ist ein miteinander arbeiten .
Ob es so jetzt noch so ist kann ich nicht sagen.
Seit einiger Zeit arbeite ich im Altenheim.
Ich habe in verschiedenen gearbeitet und dort, wo ich jetzt arbeite,
ist die Fachkraftquote sehr hoch.
In den Heimen vorher kamen auf eine Fachkraft 5- 10 Helfer.
Wobei es verschiedene Arten von Helfern gibt,
vom 1 Wochen Kurs bis zum Einjahreskurs.
Irgendwann blickt man nicht mehr durch, wer was darf
und wenn das Personal knapp ist hat man auch nicht die Zeit nachzufragen.
Man ist dann froh wenn der Tag vorbei ist.

Meine Erfahrung ist auch je weniger Ausbildung der Helfer hat,
desto arroganter führt er sich auf.
In einem Heim passierte es, dass Helfer den Bewohnern Beruhigungstropfen gaben,
weil sie mit ihnen nicht klar kamen.
Wenn man sich bei der Heimleitung beschwert hat,
ist man auf taube Ohren gestossen, eher noch hat man einen Anschiss bekommen.

Gerade in der Pflege braucht man ein Grundwissen.
Nur weil ich ein paar Programme auf meinen PC installieren kann,
nenne ich mich auch nicht Informatiker.
Wenn man die Aufschlüsselung des Personales in manchen Altenheimen sieht
und weiss wer da arbeitet, fragt man sich wie die Quote zustande kommt.
Ich weiss dass gerade in der Altenpflege Personal und engagierte Leute fehlen.
Aber jeden Arbeitslosen in einen Helferkurs zu schicken
und dann auf die alten Leute loszulassen ist auch keine Lösung.
Es gibt eine Menge Leute die wieder in die Altenpflege zurückgehen würden ,
wenn die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen stimmen würde,
die aber jetzt ausgepowert sind und entmutigt.
Es gibt eine Menge private Heime die keine Zuschläge zahlen,
Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind Träume
und meist wird selbst Fachkräften nur der Mindestlohn bezahlt.

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